Ivette Riegel

Häusliche Betreuung als (neue) Sachleistung

Seit 2013 gibt es die neue Sachleistung: Häusliche Betreuung. Sie ist Anfang 2015 noch nicht in jedem Bundesland umgesetzt.

Die Leistung umfasst Aktivitäten im häuslichen Umfeld, die dem Zweck der Kommunikation oder der Auftrechterhaltung sozialer Kontakte dienen sowie Unterstützung bei der Gestaltung des häuslichen Alltags. Konkret kann das beispielsweise sein:

  • Betreuung und Begleitung im Alltag
  • Hilfen bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung der Tagesstruktur
  • Hilfen zur Durchführung bedürfnisgerechter Beschäftigung wie Hobbys und Spiele
  • Hilfen bei der Einhaltung eines bedürfnisgerechten Tag-/Nacht-Rhythmus

Voraussetzungen zur Erbringung der Häusliche Betreuung

  • Jeder Pflegebedürftige, sowie Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (mit oder ohne Pflegestufe), können diese Leistung als Sachleistung wählen, soweit die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Häusliche Betreuung ist eine Sachleistung: der Pflegedienst muss immer auch eine Pflegeanamnese, eine Pflegeplanung erstellen sowie notwendige Beratungen durchführen.
  • Grundpflege  und Hauswirtschaft muss im Einzelfall sicher gestellt sein (beispielsweise durch Angehörige); das wird im Rahmen der Pflegeplanung dokumentiert; ist dies nicht mehr der Fall, darf der Pflegedienst keine Häusliche Betreuung mehr erbringen.
  • Häusliche Betreuung darf keine Grundpflegeleistungen oder Hauswirtschaft beinhalten.
  • Darüber hinaus gehören auch keine Fahrdienste zu dieser Leistung.

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