Ivette Riegel

Leistungen in ambulant betreuten Wohngemeinschaften - § 38a

Seit 2013  gibt es für die Finanzierung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften eine zusätzliche finanzielle Förderung (§ 38a).

Für die Finanzierung von gemeinschaftlich organisierter pflegerischer Versorgung, Verwaltung oder Betreuung steht seit 2015 pro Pflegebedürftigen oder Versichertem mit eingeschränkter Alltagskompetenz ein Betrag von pauschal 205,- € pro Monat zur Verfügung.

Voraussetzungen:

  • Der Pflegebedürftige muss mit mindestens mit zwei weiteren Pflegebedürftigen oder Versicherten mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusammen wohnen (Wohngemeinschaft mit mindestens 3 Pflegebedürftigen / Versicherten mit eingeschränkter Alltagskompetenz). Maximal darf die Wohngemeinschaft aus insgesamt 12 Personen bestehen.
  • Sie müssen ambulant betreut werden (Sachleistungen nach §§ 36 bis 38  oder § 45b oder § 123 SGB XI beziehen) und das Versorgungskonzept darf nicht einer vollstationäre Einrichtung entsprechen. D.h. Leistungen durch Angehörige oder andere Pflegepersonen müssen möglich sein und zur Verringerung des zu zahlenden Betrages für individuelle grundpflegerische oder hauswirtschaftliche Leistungen führen. 
  • Sie müssen regelmäßig Kosten für gemeinschaftlich beauftragte Leistungen (Pflege, Verwaltung, Betreuung) haben.
  • Die Person die diese Leistungen übernimmt (Präsenzkraft) muss gemeinschaftlich beauftragt werden.

In Ambulanten Wohngemeinschaften gliedern sich die Kosten im Regelfall in die drei Gruppen: Miete, individuelle Grund- und Behandlungspflegeleistungen sowie gemeinsame Betreuungsleistungen (Präsenz rund um die Uhr, gemeinsame Hauswirtschaft und Betreuung). Für den dritten Block gibt es  den pauschalen Zuschlag, den der Pflegebedürftige selbst bei der Pflegekasse beantragt und überwiesen bekommt.

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